PM: Go-In bei hanova (GBH)

Am 23.03.17 haben etwa 30 Leute das Foyer der städtischen Wohnungsgesellschaft betreten und der Forderung, eine in Herrenhausen geplante Zwangsräumung auszusetzen, lautstark Nachdruck verliehen.
Die Dame am Empfangsschalter fühlte sich von Konfetti Kanonen, Transparenten und Flyern offenbar so eingeschüchtert, dass sie sofort die Polizei verständigte. Angestellte der GBH wurden dennoch mit konkreten Forderungen konfrontiert: Die Familie Osmanovic/Schulepa trug gemeinsam mit Unterstützer_innen vor, dass die für kommenden Montag angesetzte Zwangsräumung ausgesetzt werden soll und eine neue Wohnung gewährt wird.

Vorgeschichte dieser Aktion ist ein Rechtsstreit zwischen der mietenden Familie und der GBH. Die, seit über zehn Jahren in der Wohnung lebende, Familie hatte vor zwei Jahren wegen eklatanter Mängel eigenständig die Miete gemindert. Durch die schlechte Isolierung sind Lungenkrankheiten bei Mutter und der achtjährigen Tochter massiv verstärkt worden. In einem darauffolgenden Verfahren entschied die Richterin nach Aktenlage – zu Gunsten der GBH. Obwohl das Jobcenter sich angeboten hat die durch die Mietminderung entstandenen Ausstände zu begleichen, hält die GBH an der Zwangsräumung fest.
Die Aktion endete mit einer Personalien- Feststellung durch die Polizei. Die GBH Mitarbeiter_innen zeigten sich in der Sache nicht gesprächsbereit und verweigerten auch der Presse gegenüber ein Statement. Den an der Aktion Beteiligten droht nun ein Verfahren wegen Hausfriedensbruch.