Zwangsräumung in Herrenhausen

Am 27.03.17, wurde in Herrenhausen die Familie Schulepa/ Osmanovic aus ihrer Wohnung geräumt. Begründet wurde die Zwangsräumung von „hanova“ (ex- GBH) mit Schulden aus einem Prozess um eigenständige Mietminderungen, der gegen die Mieter_innen entschieden wurde.

Dazu eine Sprecherin des Netzwerkes Wohnraum für Alle: „Die städtische Wohnungsbaugesellschaft, die sich gerne einen sozialen Anstrich gibt, hat ein Angebot des Jobcenters abgelehnt, die Mietschulden für die Familie zu begleichen. Der Verdrängungswille scheint hier größer als das Profitstreben zu sein.“

Die Räumung wurde mit einem großen Polizeiaufgebot durchgesetzt. Bereits seit dem Vorabend wurde die Wohnung polizeilich beobachtet. Vor Räumungsbeginn hatte die Polizei die gesamte Straße abgeriegelt und das Demonstrationsrecht eingeschränkt. Frau Schulepa und Unterstützer_innen wurde mehrfach körperlicher Zwang angedroht. Außerdem wurden zwei Personen, auf Initiative von hanova, wegen Sachbeschädigung angezeigt. Gegen eine weitere ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung.

Das Netzwerk Wohnraum für Alle kritisiert außerdem, dass „hanova“ schon am Donnerstag 15 Anzeigen gegen Beteiligte eines in der Geschäftsstelle von „hanova“ erfolgten „Go-In“, gestellt hat. Anna B., eine Sprecherin des Netzwerks: „Wir werden uns von den polizeilichen Maßnahmen nicht einschüchtern lassen und unseren legitimen Protest fortsetzen.“